Arbeitsgruppe - High-Content-Analytik

In einem streng regulierten Umfeld sind umfangreiche Qualitäts- und Prozesskontrollen vorgeschrieben. Diese Kontrollen sind bereits heute die Quelle informativer Daten. Dies gilt es zu begreifen und entsprechend einzusetzen. Als zentraler Befähiger von personalisierten Prozessketten in der Pharmaindustrie wurde der Einsatz von High-Content-Analytik-Werkzeugen identifiziert. Mit Next-Generation Sequencing (NGS) liegt schon heute ein leistungsfähiges Werkzeug bereit, das in der Routine in der klinischen Diagnostik nicht mehr wegzudenken ist. Zusätzlich hierzu werden in Zukunft ultraschnelle Testsysteme aus der Immunologie (ImmuStickQC) als High-Content-Analytik-Werkzeug eine wichtige Rolle spielen. Können wir diese beiden Tools so einsetzen, dass sie auch schnell und umfassend Auskunft über Produkt und Prozess in der Herstellung personifizierter Therapeutika ermöglichen? Ziel der Arbeitsgruppe High-Content-Analytik ist es diese Frage zu beantworten.

NGS bezeichnet eine neuartige Technologie der Nukleinsäureanalytik. Im Gegensatz zu bisher bekannten Sequenzierungsverfahren können simultan mehrere hundert Millionen Fragmente in einer Probe sequenziert werden. Diese Hochdurchsatz- oder Parallelsequenzierungstechnologien haben gänzlich neue Dimensionen in der Nukleinsäureanalytik eröffnet und unzählige Forschungsfelder im Bereich der Life Sciences revolutioniert.

Der ImmuStickQC stellt ein kostengünstiges und einfaches Testinstrument für die schnelle Durchführung von Tests dar, um bei einer großen Anzahl an Proben Mikroorganismen oder Pyrogene, wie z.B. Endotoxine, nachzuweisen. Er stellt daher ein angemessenes Instrument für den Einsatz in der Qualitätskontrolle während der Produktion personalisierter Therapeutika dar.

Die Erleichterung der pharmazeutischen Produktion durch Beschleunigung der Qualitätskontrollen wird die Kosten bei der Produktion von Losgrößen senken. Dadurch wird die kostengünstige Herstellung von Arzneimittel für kleinere Patientengruppen bis hin zu Losgröße 1 ermöglicht.

Ansprechpartner: Dr. Christian Grumaz ​

Beteiligte Fraunhofer-Institute: IGB, IPA