Pilotprojekte

 

Im Leistungszentrum sollen die Prozesskette zur »Mass Personalization« bearbeitet und die Herausforderungen in der Herstellung personalisierter Produkte adressiert werden. Im Rahmen von Pilotprojekten erforschen interdisziplinären Teams inwieweit neuartige Produktionstechnologien wie z.B. additive Fertigung, Modularisierung, Digitalisierung und Einsatz cyberphysischer Systeme die wirtschaftliche Herstellung von personalisierten Produkten ermöglichen. Zur Sicherstellung möglichst durchgängiger Ergebnisse beziehen sich bereits die ersten drei Pilotprojekte auf konkrete Anwendungsszenarien aus den Bedürfnisfeldern Gesundheit, Mobilität und Wohnen.

An der Bearbeitung der Pilotprojekte wirken die vier Fraunhofer-Institute am Standort Stuttgart IAO, IBP, IGB, IPA sowie acht Institute der Universität Stuttgart IAT, IEW, IFSW, LBP, ISW, IGVP, INSPO, IFF mit, die in Teilprojekten und in Arbeitsgruppen interdisziplinär und branchen- sowie pilotprojektübergreifend zusammenarbeiten.

Pilot 1. Personalisierte biomechatronische Assistenzsysteme

Wie keine andere Produktklasse hat die personalisierte Anpassung von biomechatronischen Systemen direkten Einfluss auf Nutzungsverhalten und Lebensqualität der Nutzer. Im Pilotprojekt »Personalisierte biomechatronische Assistenzsysteme« fokussieren wir uns auf technologische Entwicklungen rund um die Personalisierung am menschlichen Bewegungsapparat. Im Piloten wollen wir daher das Business-To-User-Prinzip in Prävention, Therapie und Sport durch entsprechende smarte Technologien zu einer ganzheitlichen Produkt- und Produktionswelt vereinen. Durch die Zusammenarbeit von Fraunhofer mit verschiedenen Instituten der Universität Stuttgart wird an unterschiedlichen Demonstratoren geforscht und in den Marktsegmenten Arbeitsschutz, Medizintechnik und in der Sportindustrie vorangetrieben.

Pilot 2. Personalisierte Lebensräume

 

Ob Zuhause, bei der Arbeit oder unterwegs: Personalisierte Lebenswelten und die zugehörigen Produkte stellen sich auf den Benutzer ein. Und dies über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg, bei wechselnden Anforderungen und wechselnden Benutzern. Im Pilotprojekt »Prozesskette für personalisierbare Lebensräume« beschäftigen wir uns grundlegend mit der Änderung der Prozesse bei der Herstellung, Rekonfiguration und Adaption von Produkten und Bauwerken an Nutzeranforderungen zur Nutzungszeit. Wir erforschen, wie sich Produktentstehung und Produktlebenszyklus durch die Personalisierung ändern. Wir befassen uns dabei mit der nutzermodellbasierten Personalisierung ebenso wie mit der Personalisierung durch Nutzerbeteiligung.

Pilot 3. Personalisierte therapeutische Produkte

Im Pilotprojekt »Personalisierte therapeutische Produkte« beschäftigen wir uns mit Konzepten und der Umsetzung von Qualitätssicherung, Logistik und Produktionstechnologien in der »Mass Personalization«-Prozesskette. Mit Hilfe unterschiedlicher Befähiger-Technologien soll die kosteneffiziente Produktion von personalisierten Therapeutika vorangetrieben werden. Ein entscheidender Schritt zur Produktion personalisierter Therapeutika ist der Aufbau einer lückenlosen Prozess-, Qualitäts- und Produktkontrolle durch technische wie diagnostische Methoden. Um dies zu erreichen, werden bereits bestehende Expertisen und Technologien der beteiligten Institute verwendet und auf einer gemeinsamen Basis weiterentwickelt.